Alles, was wir geben mussten

April 16, 2011 in Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2011 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Kathy, Tommy und Ruth verbringen ihre Kindheit in Hailsham, einem scheinbar idyllischen englischen Internat. Doch der Ort birgt ein dunkles und verstörendes Geheimnis, das die Zukunft der jungen Leute betrifft und worüber niemals gesprochen wird. Nachdem sie den Schutz der Schule hinter sich gelassen haben, kommen die drei Freunde dem grausamen Schicksal, das sie als Erwachsene erwartet, unaufhaltsam näher. Dabei wird ihre enge Freundschaft durch die tiefen Gefühle der Liebe, der Eifersucht und des Verrats auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. -Zelluloid.de

 

Es ist sehr schwierig an dieser Stelle etwas über den Film zu schreiben ohne ihn zu sehr zu spoilern, der Trailer hat das ja ganz gut hinbekommen. Also versuche es auch mal. Zuerst muss man sagen, dass es hierbei um einen Science-Fiction Drama handelt. Allerdings nicht in der Zukunft mit dem ganzen Gadgets und so, die Story ist in der Vergangenheit angesiedelt und zeigt uns eine Alternative gesellschaftliche Entwicklung in den späten 1960ern, welche wir so nicht kennen.

Im Mittelpunkt der Story steht Kathy H. Sie ist die tragende Figur in diesem Film und wir verfolgen ihre Lebensgeschichte beginnend mit dem Internat in Hailsham. Genau wie die Charaktere im Film erfährt der Zuschauer nur langsam was den Kindern bevorstehen wird, so bewegt sich der Zuschauer auch in einem begrenzten Horizont und erkennt nicht das Große Ganze dahinter. Auf der einen Seite ist es etwas ärgerlich, aber auf der anderen Seite wieder sehr gut, denn so kommt die Story des Filmes sehr stark zum tragen. Nur langsam eröffnet sich auch uns das tragische Schicksal.

Noch einige Anmerkungen zum Stil und den Schauspielern. Alle drei (Carey Mulligan, Andrew Garfield & Keira Knightley) haben eine wunderbare Darbietung geliefert und die Charaktere mit soviel Leben gefüllt, dass es schon erstaunlich ist, dass dieser Film spurlos an den Oscars vorbeigegangen ist. Dafür hat er aber die wichtigen Nominierungen bekommen. Die schauspielerische Leistung der Kinder ist auch nicht zu verachten, die waren nämlich hervorragend. Zum Soundtrack ist noch zu sagen, dass dieser den Film sehr gut getragen hat. Stellenweise sehr traurig, aber passend. Eine Überlegung Wert sich den vielleicht noch anzuschaffen.

Selten habe ich einen solch guten Film gesehen. Größtenteils ist der Film sehr traurig und man ist oft den Tränen nahe, denn das Schicksal der Kids geht nicht einfach so spurlos an einem vorbei. Vor allem die Enttäuschungen treffen einen Hart. Am Ende war ich einfach  nur sprachlos und sehr nachdenklich gestimmt. Meiner Meinung nach ein Must-See Film, mit einem großen ABER: Dieser Film ist definitiv nichts für das Mainstream Publikum! Wer hier großartige Effekte, eine detaillierte Auflösung oder was auch immer erwartet ist hier vollkommen Falsch! Hier geht es um eine Story mit subtilen Tiefgang, und es passiert auch eigentlich nicht viel, aber das was passiert ist halt sehr wichtig. Das hat mich schon nach dem Film sehr gestört, dass da wieder Kommentare zu hören waren, wie: “… ist ja unrealistisch..” oder “…ich wäre abgehauen…”. Solche Leute haben es einfach nicht kapiert. Für alle anderen die Arthaus auch mögen, unbedenklich empfehlenswert!

ACHTUNG SPOILER!

Für die, die den Film schon gesehen habe, oder denen es egal ist behandel ich nachfolgend noch einige Aspekte zum Film. Rest des Eintrags ansehen →

Das Schmuckstück

März 29, 2011 in Kino & Co.

copyright 2011 film-zeit

copyright 2011 film-zeit

Ein bürgerliches Provinznest in Frankreich. Wir schreiben das Jahr 1977 und Suzanne (Catherine Deneuve) lässt sich von ihrem tyrannischen Ehemann Robert Pujol das Leben schwer machen. Dieser ist ein schwerreicher Industrieller und der unangefochtene Patron seiner Regenschirm-Fabrik. Auch gegenüber seinen Mitarbeitern, seiner Geliebten und seinen Kindern zeigt er keinerlei Mitgefühl, denn sein Wille ist eisernes Gesetz. Die Arbeitsbedingungen in der Fabrik sind schlecht und die Angestellten höchst unzufrieden, doch Robert duldet keinerlei Widerspruch und beharrt auf seinem autoritären Führungsstil.

Eines Tages haben die Mitarbeiter die Nase voll von der Schreckensherrschaft ihres Chefs, gehen in den Streik. Robert erleidet kurz darauf einen Infarkt und Suzanne muss plötzlich die Fabrik alleine leiten, da ihr Ehemann sich erholen muss. Während er erst einmal auf Erholungsurlaub geht, um seine Kräfte neu zu sammeln bleibt Suzanne allein zurück. Zur Überraschung Aller entpuppt sich seine Frau jedoch als findige Geschäftsfrau, die weiß, wie sie die Fabrik zu leiten hat.

Mit der Hilfe des Bürgermeisters und zugleich ihres ehemaligen Liebhabers, dem Kommunisten Maurice Babin, gelingt es ihr, den Streik zu beenden. Unter ihrem Regiment verbessern sich nicht nur die Arbeitsbedingungen der Angestellten, sondern auch die Umsatzzahlen. Das Glück ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn eines Tages steht ein rundum erholter Robert vor der Tür und möchte zurück an seinen alten Posten. Allerdings haben die Arbeiter und Roberts Familie keine Lust, von Neuem in die tyrannische Hand ihres ehemaligen Oberhauptes zu geraten… -[verändert nach film-zeit]

Ein klasse Film. Habe mich wieder köstlich amüsieren können und auch mal wieder ein Film der etwas anderen Art, typisch französisch halt. Diese ganze Aufmachung war einfach toll. Als ob der Film wirklich aus den 70ern war. Hier hat Ozon wieder auf alle Details großen Wert gelegt. Auch Catherine Deneuve war wieder klasse und diese Rolle, die sie hier spielt einfach göttlich. Zudem war die Ironie und auch die dutzenden Anspielungen einfach herrlich. Ziemlich viel versteckter Humor, der einen einfach nur schmunzeln lässt und an anderer Stelle wieder zum lachen anregt, weil die Situation einfach urkomisch ist. Auf jeden Fall ein Mustsee Movie für mich.

 

Ich – einfach unverbesserlich [3D]

März 18, 2011 in 3D, Kino & Co.

 

zelluloid.de • ©1998-2010 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

 

Nichts – so glaubt er zumindest – liegt Gru mehr am Herzen, als Unfrieden zu stiften und der Menschheit den Tag zu vermiesen. Inmitten einer wunderschönen Vorstadtidylle – zwischen hübschen Anwesen, gepflegten Gärten und fröhlichen Straßen – hat er es sich gemütlich gemacht. Das schwarze Haus, in dem er mit seiner Mutter wohnt, und der verödete Rasen davor sind leicht zu erkennen, doch sein wahres Reich verbirgt sich tief darunter in seiner weit verzweigten unterirdischen Geheimfestung. Umgeben von einer Armee von “Minions”, kartoffelförmigen Zwergwesen, schmiedet der Hausherr hier seine genialen weltweiten Schurkenstreiche, deren Krönung die Entführung des Mondes werden soll. [Zelluloid]

Eine sehr lustige Komödie die mal nicht aus dem Hause Pixar bzw. Disney stammt und trotzdem durch Charme Sympathie erweckt. Die Minions sind der letzte Schrei und die Mädels sind gar nicht mal so nervig und der Möchtegernbösewicht ist einfach nur der Brüller.

 

Inception

Oktober 18, 2010 in Kino & Co.

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Dom Cobb ist ein begnadeter Dieb, der absolut beste auf dem Gebiet der Extraktion, einer kunstvolle und gefährliche Form des Diebstahls: Cobb stiehlt wertvolle Geheimnisse aus den Tiefen des Unterbewusstseins, wenn der Verstand am verwundbarsten ist – während der Traumphase. Dank seiner seltenen Begabung ist Cobb in der heimtückischen, neuen Welt der Industriespionage heiß begehrt. Doch diese Existenz hat auch ihre Schattenseiten: er wird auf der ganzen Welt gesucht und hat alles verloren, was er liebte. Eines Tages bietet sich ihm die Chance zur Rettung: Ein letzter Auftrag könnte ihm zu seinem alten Leben zurück verhelfen, aber nur, wenn ihm das absolut Unmögliche gelingt: die so genannte “Inception”. Statt eines perfekt ausgeführten Diebstahls müssen Cobb und sein Spezialistenteam das genaue Gegenteil vollführen. Ihr Auftrag lautet nicht, eine Idee zu stehlen, sondern eine einzupflanzen. Sollte ihnen das gelingen, wäre es das perfekte Verbrechen.

Doch kein noch so ausgetüftelter Plan oder geballtes Fachwissen bereitet das Team auf diesen brandgefährlichen Feind vor, der jeden ihrer Schritte vorauszuahnen scheint. Ein Gegner, den nur Cobb hat kommen sehen. – Zelluloid

Dieser Film hat mich noch Tage beschäftigt und veranlasste mich auch ihn ein zweites Mal anzuschauen und auch hier war ich dann wieder keinen Deut besser dran. Ich fand den Film extrem gut und spannend. Stellenweise war ich sogar ziemlich angespannt, auch beim zweiten Mal. Von der Story her ziemlich kompliziert, oder vielmehr das was man da alles hinein interpretieren kann. Dutzende Möglichkeiten habe ich mir schon durchdacht und keine ist zufriedenstellend.

Ich finde es toll mal wieder einen Film gesehen zu haben, der für Gesprächsstoff sorgt. Man kann immer wieder wild spekulieren und Ideen austausche. Immer wieder wird man gefragt “und was denkst du?” oder “Meinst du das war so und so?” Das macht  für mich einen guten Film auch aus.

Vom Aufbau der Story auch zeimlich gut gelungen ist, dass man schnell ins Setting eingeführt wird und nicht lange erklärt wird. Man akzeptiert schnell die Technologie und bedarf auch keiner Einführung, wann und wo und wieso diese Geräte erfunden wurde. Alles scheint sich jetzt oder in naher Zukunft abzuspielen, wenn das denn die Realität ist?! Der Plan die Inception durchzuführen scheint einfach, erweist sich jedoch als harte Nuss. Und dann sind da noch die verschiedenen Traumebenen, was stilistisch ziemlich toll anzuschauen war, aber einen schon etwas durcheinander gebracht hat. Und dann der perfekt abgestimmte konzeptionelle Soundtrack von Hans Zimmer einfach nur göttlich!  Der genutzte Track im Trailer klingt zwar ähnlich dem Score von Inception ist aber von Zack Hemsey und lautet Mind Heist, auch ein ziemlich geniales Stück.

Zurück zum Film: Fazit = Absolut sehenswert und zum Nachdenken anregend.

 

Inception [Score]

Oktober 8, 2010 in Musik

© 2010 iTunes S.à r.l.

Dies ist mal nach langer Zeit wieder ein Soundtack den ich als Perfekt bezeichnen würde. Allein im Film hat mich dieser schon überzeugt, so musste ich ihn mir dann auch gleich zulegen. Inzwischen habe ich ihn dutzende Male rauf und runtergehört und kann immer noch nicht genug bekommen. Hinzukommt, dass ich ziemlich fasziniert vom Aspekt bin, dass es sich hierbei um einen konzeptionellen Soundtrack handelt. Hier kann man hören was ich damit meine. Im Film selbst ist mir dies beim ersten Mal nicht aufgefallen, aber wenn man aufpasst dann fällt es schon auf.

Ich habe schon lange nicht mehr so etwas innovatives zu hören bekommen. Zudem bin ich recht begeistert, dass sich diesmal Hans Zimmer nicht eben wie Hans Zimmer anhört.  Insgesamt wirkt der Soundtrack wie ein “Vollständiges Ganzes”, so fängt der Soundtrack wieder mit der gleichen Tonfolge an, wie er aufhört, ähnlich dem Prinzip des Films in dem man sich auch etwas verlieren kann.

Salt

September 1, 2010 in Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2010 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Evelyn Salt eine CIA-Agenten mit Topstatus die schon so einiges für geliebtes Vaterland getan hat sieht sich einer schweren Anschuldigung entgegen. Von einem russischen Überläufer wird sie beschuldigt eine russische Schläferin zu sein und heute den russischen Präsidenten zu ermorden. Um der Verhaftung zu entgehen und auch ihren Mann zu schützen muss sie fliehen. Um zu überleben muss sie alle Register ihrer Ausbildung und Fähigkeiten ziehen. Wer ist Salt wirklich?

 

 

Ein packender Actionfilm à la 24 [Twenty-Four]. Fast alle Register werden gezogen: lange Verfolgunsjagden, packende Storytwists und einige überraschende Wendungen machen den Film sehr spannend und aufregend. Man ist nicht gelangweilt und auch wenn es stellenweise eher unrealistisch wirkt, so liegt das eigentlich nur daran, dass Salt immer verdammtes Glück hat. Ein sehr solide Grundstory die, wie bereits erwähnt, mit großen Überraschungen aufwarten kann, in der der übermäßige amerikanische Patriotismus eine eher untergeordnete Rolle spielt und das Ganze auch ein wenig an Bedeutung verliert. Der Zuschauer wird gut übers Glatteis geführt und wiegt sich dabei oft in Sicherheit mit seinen Vermutungen, doch schnell wird dieses wieder zunichte gemacht und man muss neu ansetzen. Trotzdem bleibt letzten Endes beim guten alten Grundgerüst Gut vs. Böse. Wer 24 und Konsorten mag wird sich hier gut aufgehoben fühlen. Aber auch diejenigen, die dieses Genre eher weniger mögen könnten den Film gut finden, denn überraschenderweise fand mein Freund den Film sehr gut, obwohl er sonst sowas eher seltener schaut bzw. mag.

Zum Soundtrack ist noch zu sagen, dass er mir mal wieder gleich zu Anfangs aufgefallen ist und ich ihn sofort gut fand. Was anderes erwarte ich ja inzwischen nicht mehr von James Newton Howard. Dieser Score hat einfach zu den Szenen gepasst, vor allem in den hektischen. Den Kauf ich mir auch gleich und werde ihn genießen.


Moon

August 30, 2010 in Kino & Co.

 

zelluloid.de • ©1998-2010 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Sam Bell ist als einziger Mitarbeiter von Lunar Industries seit drei Jahren auf dem Mond stationiert. Seine Aufgabe ist simpel, die Computer zur Förderung von Rohstoffen zu überwachen und mal hier und da nach dem Rechten zu schauen. Nur noch drei Wochen trennen ihn von der Ablöse und endlich die Möglichkeit zur Erde zurückzukehren und seine Familie wieder zu sehen. Für Sam ist es auch höchste Zeit, denn er leidet inzwischen an Lagerkoller und glaubt, sich selbst zu sehen. Nach einem Unfall im Außenbereich wird er von einem Mann gerettet der tatsächlich wie er aussieht und behauptet, dass er Sam Bell sei.

Das nenne ich Kino im großen Format. Der Film fängt unscheinbar an und entwickelt geradezu einen imposanten Klimax in dem die Auflösung preisgegeben wird. Man könnte meinen das wäre vefrüht, dies ist aber für den weiteren Storyverlauf nicht weiter schlimm und so gewinnt das Drama an größerer Tiefe und die gedrückte Stimmung wird um ein weiteres verschärft. Ein ziemlich imposantes Sci-Fi Drama, das ganz ohne Effekthascherei auskommt und dennoch eine sehr gelungene solide Story erzählen kann.

 

 

 

Männer al dente

August 5, 2010 in Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2010 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Ein Geständnis machen ist wie Pasta kochen, man muss den richtigen Zeitpunkt beachten. Tommaso, der jüngste Sohn der Familie Cantone, will sich nicht länger verstecken. Er ist kein BWLer, sondern Schriftsteller. Und das ist nur der Gipfel des Eisbergs. Beim festlichen Familienessen, bei dem die Zukunft der familiären Pasta-Fabrik geklärt werden soll, will er reinen Wein einschenken. Doch als er die Stimme erhebt, fällt ihm sein großer Bruder ins Wort… -Zelluloid

Eine vertrakte Komödie über das Coming  Out und die dörflichen familiären Verhältnisse in Italien. Da will sich Tommaso vor seiner Familie outen und was passiert, sein älterer Bruder outet sich zuerst und  Tommaso lässt es erstmal sein, denn der Vater erleidet einen leichten Herzinfarkt und die Familie verkraftet nicht gleich zwei schwule Söhne, oder doch? Wie gesagt alles ist etwas kompliziert und lustig und doch auf irgendeine Weise etwas skuril. Jedenfalls entwickelt sich alles etwas anders als gedacht. Ein sehenswerter Film. Allerdings muss ich sagen, dass ich mit dem Ende nicht ganz so zufrieden war, bzw. hat es einige Fragen aufgeworfen. Aber ansonsten war alles andere Super.

Toy Story 3 [3D]

August 2, 2010 in 3D, Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2010 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Die beliebten Spielzeug-Helden geraten in ihr bislang größtes und lustigstes Abenteuer: in einen Kindergarten! In diesem Chaos aus klebrigen kleinen Händen, die es auf die “neuen” Spielzeuge abgesehen haben, ist ihre größte Herausforderung erstmal zusammenzubleiben und sich – weder ganz noch in Teilen – zu verlieren: Kein Spielzeug darf zurückbleiben! Und plötzlich stehen sie auch noch den einheimischen Spielzeugen im Sunnyside Kindergarten gegenüber: einer wild gemischten Toy-Truppe um Anführer Lotso, ein Plüschbär, der nach Erdbeer riecht. Sind diese Spielzeuge wirklich alle so herzlich, aufgeschlossen und nett, wie es auf den ersten Blick scheint? Und apropos erster Blick: Für Barbie und Ken (ja genau der Ken) scheint es tatsächlich Liebe auf den ersten Blick zu sein, als sie das erste Mal aufeinandertreffen! -Zelluloid

Vincent will meer

August 1, 2010 in Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2010 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Vincents Mutter ist gestorben, ihr letzter Wunsch war es noch einmal das Meer zu sehen. Alles was von ihr geblieben ist, ist ihre Asche die Vincent nun ans Meer bringen will. Wäre da nicht sein Problem. Vincent leidet unter dem Tourette-Syndrom und sein Vater, der nicht viel mit seinem Sohn anfangen kann, steckt ihn kurzerhand ins Heim. Hier lernt er die Magersüchtige Marie und den zwanghaften Alexander kennen. Gemeinsam entreißen sie dem Heim mit dem geklauten Auto der Heimärztin Dr. Rose und fahren Richtung Italien ans Meer. Sein Vater und Frau Dr. Rose heften sich an ihre Fersen. Eine abenteuerliche, folgenreiche Reise beginnt an deren Ende klar wird, dass keiner mehr so sein wird, wie er war.

Ein sehr guter Film, der stellenweise auch zum nachdenken anregte. Ein eigentlich traurige Story an deren Ende sich so einiges für die Protagonisten geändert hat, die es dennoch gut verstand Humor einzusetzen.  Die schauspielerische Leistung von Florian David Fitz (Vincent) war zudem hervorragende. Er hat diesen Charakter sehr üb erzeugend dargestellt. Auch die Perfomance von Karoline Herfurth (Marie) war sehr gut. Ihren Charakter fand ich jetzt nicht so sympathisch, aber dennoch gut dargestellt. Alles in allem ein Film der etwas anderen Art, der sehenswert ist.