Star Trek

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zelluloid.de • ©1998-2009 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Die Enterprise ist wieder zurück, aber diesmal anders als man denkt. Zwar sind es noch die alten Charaktere, doch sind diese nun mit jungen Darsteller besetzt. Der Film erzählt die Anfänge der Enterprise, wie z. B. die Crew zusammengekommen ist. Nicht nur die Vorgeschichte der Charaktere wird erzählt, auch gibt es eine Gegenpart in der Geschichte, welcher versucht die Erde zu zerstören. Die Enterprise versucht wieder einmal die Galaxie retten.

An für sich ist der Film sehr gut gelungen. Ein Star Trek Film der außergewöhnliche Art. Eine gute Mischung aus Action und Drama. Dennoch habe ich so einige Probleme damit gehabt, oder habe sie immernoch:

Der Look: Hieran kann man sich gewöhnen, es ist größtenteils auf Retro gestimmt, was aber ein nettes Flair vermittelt. Das einzig schwierige am Look ist der Maschinenraum. Warum muss der denn unbedingt so „dreckig“ sein. Ganz so wurde der Maschinenraum noch nie dargestellt. Generell wirkte die Bereiche des Sets nicht als eins, man hatte nie wirklich ein Gefühl, ja dies ist die Enterprise. Optisch wurde auch das äußere der Enterprise neu gestaltet und hier muss ich sagen, siehts einfach klasse aus.

Die  Story: Hier muss ich sagen ist das ganze schon ein wenig seltsam. Es vermittelt einen guten Handlungsbogen, aber es gibt stellenweise ein paar Unstimmigkeiten. Diese auszuführe würde den Rahmen sprengen. So ist eigentlich nicht wirklich klar, was da für eine Sonne zur Nova geworden ist und warum „nur“ Romulus betroffen war. Auch der Bösewicht Nero ist einfach nur böse um des Bösen willens. Hier fehlt dem Charakter der gewisse Tiefgang. Seine Beweggründe sind nicht wirklich nachvollziehbar. Ich mein Spock hats doch versucht, was will man mehr erwarten. Zu den übrigen Charakteren ist zu sagen, dass diese doch sehr gut getroffen wurden. Bei Chekov wurde es mit seinem Akzent leicht übertrieben, aber dennoch lustig. Hier stimmte einfach die Chemie. Der Slapstick war gut und es gab gewissermaßen gute Gags die richtig platziert waren. Die Action im Film hingegen stellenweise übertrieben, aber in Harmonie mit den anderen Aspekten. Da Nero bereits am Anfang eingeführt wurde und hier Kirks Vater gestorben ist, ist die Zeitlinie schon korrumpiert worden.

Die Zeitlinie: Das ist wohl mein Hauptproblem mit dem Film. Durch den weiteren Einfluss von Nero und schließlich die Zerstörung Vulkans ist nun vollends klar, das bisherige Star Trek kann man getrost vergessen. Das ist schon ein wenig Schade, denn schließlich 40 Jahre TV-Geschichte so wegzuschreiben ist nicht wirklich nett. Ich hatte nie irgendwas von einem Reboot gelesen, es hieß immer nur es handle sich um die Vorgeschichte. Ich glaube ja das hätte auch ganz gut ohne komplett alternierende Zeitlinie funktioniert. Immerhin hatte sich J.J. Abrams so viel Mühe gegeben viele kleine Hinweise auf spätere Ereignisse einzubauen, die auf nette Weise einiges erklärt hatten. Naja, nun ist der Fortsetzung des Franchise komplette Narrenfreiheit gegeben, da man sich nicht mehr an die Zeitlinie halten muss. Ich muss mich jetzt damit abfinden und akzeptiere das auch. Nur durch die Betrachtung als Alternate Universe ist es mir möglich dieses wohl in Zukunft zu genießen.

Generell: Mir hat einfach der entscheidende Hinweis auf ein Reboot gefehlt. Dann hätte ich von Anfang kein Problem damit gehabt. Als Vulkan in die Luft fliegt dachte ich mir noch, das wird schon irgendwie. Am Ende war ich jedoch total baff als dies nicht der Fall war. Das war etwas überwätigend für mich als eingefleischter Fan. Letzendlich steht der Film gar nicht so schlecht da. Aber wie gesagt man muss ihn schon krass getrennt vom Rest betrachten und vielleicht hilft ja der neue Input dem Franchise zu neuen Höhenflug.

Fazit: Star Trek ist tot, lange lebe Star Trek!

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