96 Hours

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Bryan Mills (Liam Neeson) lebt alleine zurückgezogen in L.A. und versucht nun durch „gewöhnliche“ Jobs in der Nähe seiner Tochter Kim zu bleiben und die Beziehung zu ihr wieder aufzubauen. Seine Ehe ist aufgrund seines bisherigen Jobs gescheitert, denn er war ein ehemaliger Topagent der Regierung und so gut wie nie zuhause.  Allerdings gestalten sich die Versuche recht schwierig, da seine Ex-Frau nun mit einem reichen Geschätsmann verheiratet ist. Dadurch ist seine Tochter mehr oder weniger verwöhnt. Als sie mit ihrer Freundin eine Europareise unternehmen will, bedarf es jedoch noch der Zustimmung Mills. Unter dem Druck seiner Ex-Frau und Kim gibt er klein bei und sie kann nach Europa.

Mills ist um seine Tochter sehr besorgt, dass irgendwas passieren könnte, wie anders soll es sein, dies bewahrheitet sich dann auch. Kim und ihre Freundin werden in Paris von Menschenhändlern entführt. Zufällig und zugleich hilflos muss er am Telefon mitverfolgen wie seine Tochter verschleppt wird. Mit seinen alten Verbindungen klappt es herauszufinden, welche Organisation dahinter steckt. Ihm bleiben zur erfolgreichen Rettung aber nur 96 Stunden. Die Jagd kann beginnen. Alleine macht er sich auf den Weg nach Paris und versucht im Sumpf des Verbrechens seine Tochter zu finden.

Tja, soweit die Story, welche schon Ansatzweise ein gutes Potential aufweisen konnte, das dann aber wieder in der Luft verpuffte. Es ist ziemlich actionreich gestaltet und Mills stellt Jack Bauer mehr oder weniger in den Schatten. Das trifft auch auf die Leichenberge die Mills hinterlässt zu. Wenn mich nicht täuscht waren es wohl auch pro Minute mindestens 1 Toter. Naja Action ist ja generell nicht schlecht, aber einiges war doch übertrieben. Zudem war das Ende auch nicht wirklich so toll. Viel zu schmalzig und viel zu sehr ein Happy End. Ich meine er bricht auf nach Paris, metzelt die Verbrecherliga ab und kehrt ungeschoren nach hause zurück, ohne für irgendwas geradezu stehen. Also bitte, Topagent oder nicht, irgendwo muss man Rechenschaft ablegen. Egal, immerhin war es ganz gutes Popcornkino mit dem Motto, Hirn am Eingang abgeben.

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