District 9

zelluloid.de • ©1998-2009 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Vor mehr als 20 Jahren sind Außerirdische auf der Erde gelandet. Ihr Schiff hat Stellung über Johanisburg bezogen, doch gab es zuerst keinen kontakt zu ihnen. Die Menschen rechneten zuerst mit einem Angriff oder gar gigantischen technologischen Fortschritt. Doch nichts davon passierte. Warum die Aliens auf der Erde gelandet sind bleibt unklar. Während die Welt darüber diskutiert, was mit ihnen geschehen soll, werden die Aliens in einem Notauffanglager interniert – im „District 9“.Nach Jahren ergebnisloser Verhandlungen, sind alle Nationen mit ihrer Geduld am Ende. Der MNU (Multi-National United), einem Privatunternehmen, wird die Kontrolle übertragen. Doch dieser Konzern ist nicht am Wohl der Aliens interessiert, vielmehr will der Konzern mit den Waffen der Aliens Profit machen. Jedoch ist bislang jeder Versuch, diese Waffen zu aktivieren, fehlgeschlagen, da diese nur durch Alien-DNA zu aktivieren sind. Die Situation droht zu eskalieren, als die MNU damit beginnt  die Aliens von District 9 in ein neues Camp umzusiedeln. Der MNU Agent Wikus van der Merwe wird bei dieser Evakuierung ausversehen mit der Alien DNA infiziert und mutiert zu einem Alien. Plötzlich wird er zum meist gesuchten Menschen und die MNU setzt alles daran ihn in die Finger zu bekommen, da er der Schlüssel für die Alien Technologie darstellt.

Ich fand den Film prinzipiell ganz gut. Vor allem war der Anfang sehr gut. Mir hat die Idee eines dokumentarischen Film gut gefallen, doch wechselt die Perspektive später und das ganze wird dann aus der Sicht des MNU-Agenten erzählt und ab da wirds dann doch immer abstruser. Die Idee das Thema Rassismus aufzugreifen und dieses auf Aliens zu projiezieren fand ich zudem auch gut. Geklärt wird nicht der Grund des Daseins der Aliens, was auch wieder zu verkraften ist, da es für die Menschen auch nicht gekklärt werden konnte.

Der Protagonist entwickelt sich im Film eher zu so etwas wie einem Antihelden. Er bekommt zwar Hilfe von einem der Aliens, verrät diesen aber wieder an anderer Stelle. An diesen Stellen nimmt auch die Brutalität zu, was dann auch eine FSK von 16 rechtfertigt. Irgendwie hatte ich im Film das ganze explodieren von Menschen oder Aliens gar nicht so widerlich empfunden, wie es einige meiner Begleiter am Ende formulierten. Ich schein da wohl inzwischen etwas abgehärteterzu sein. Gut man kann sagen, dass es im Nachhinein sogar ein wenig übertrieben war. Weniger ist doch manchmal mehr. Da inzwischen eine Fortsetzung angekündigt wurde bleibt nur noch zu klären, ob es sich um ein Pre- bzw. Sequel handeln wird. Beides interessante Ansätze, aber dann erwarte ich schon etwas mehr, denn viele Dinge sind hier zwar angeschnitten, doch verlieren sie sich auch wieder schnell.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.