Taking Woodstock

zelluloid.de • ©1998-2009 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Der junge Elliot Tiber träumt von einer Karriere als Innendesigner in New York. Doch leider läuft das Motel seiner Eltern eher schlecht als recht. So sitzt Elliot bei seinen Eltern und verscuht das Geschäft wieder in Rollen zu bringen. Als Elliot dann erfährt, dass in der Nähe eine Gemeinde einem groß angekündigten Open Air Konzert die Erlaubnis entzogen hat, wittert er die Chance. Er versucht den Veranstaltern die Kuhwiese hinter dem Grundstück als Austragungsort an zu bieten. Womit er nicht gerechnet ist die Resonanz auf diesen Vorschlag und die einhergehenden Massen an Menschen die in diese kleine gemütliche konservative Gemeinde einzieht.  Lauter Organisatoren, schrillen Musikern mehr als eine halbe Millionen Musikfans und Hippies machen sich auf den Weg um das größte Happening aller Zeiten zu feiern. Nach diesem Wochenende wird nichts mehr so sein wie vorher.Ang Lee hat mit diesem Film wieder einmal ein Meisterwerk hingelegt. Schon sehr schrill und phantasievoll. Was ich aber auch gut finde ist, dass er den Zeitgeist sehr gut eingefangen hat. Man hatte richtig das Gefühl jetzt bin ich hier in den 70ern. Echt Klasse! Was auch sehr schön war, dass man das Konzert nicht ein einziges Mal gesehen hat, sondern immer alles hinter den Kulissen wahrgenommen hat. Natürlich spielen auch wieder zwischenmenschliche Beziehungen eine große Rolle, die sehr vielschichtig sind. So auch die Sache mit Elliot, man vermutet zwar stellenweise, dass er doch Schwul sein könnte und dann passiert es endlich und es ist eigentlich egal. Da wird keine große Sache drum gemacht und es bedarf keinerlei Erklärungen –> Sehr gut! Warum kann es im echten Leben nicht auch so einfach sein.

Der LSD Tripp war da noch die andere Sache, gut etwas übertrieben, aber von den Effekten und dem Feeling her sehr gelungen. Die Szene hatte schon fast etwas spirituelles. Generell vermittelt der Film das Feeling der Zeit sehr gut und ich denke es war eine beeindruckende Zeit. Heutige Ereignisse sind mit Woodstock eigentlich nicht mehr vergleichbar. Ich bezweifele auch, dass es je nochmal so etwas geben wird. In unserer Zeit ist doch alles was es an Bewegungen gibt doch eher etwas träge und größtenteils schon zu krass kommerzialisiert ist.

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