Lange nichts geschrieben

Januar 9, 2012 in Allgemeines, Kino & Co.

Ja da ging das Jahr ziemlich schnell vorbei und ich habe lange nichts von mir hören lassen. Im Moment wird es nicht besser, denn der Stressfaktor nimmt jetzt kontinuierlich zu, da ich nun mit meiner Diplomarbeit angefangen habe. Auch im vergangenem Jahr habe ich wieder diverse Filme im Kino gesehen und dann leider irgendwie keine Lust mehr gehabt mal ne Rezension zu tippen. Kann ja mal passieren. Da ich jetzt aber auch nicht die Zeit habe alle Filme mal schnell hier in detaillierte Form zu besprechen wie gewohnt, mache ich das mal in Form einer Liste mit meiner Wertung und und einem Kurzkommentar.

Paul – Ein Alien auf der Flucht (5/5) - sehr gute Komödie, ich mag den britischen Humor.

Thor (5/5) – verdammt guter Film, sehr positiv überrascht gewesen, einfach nur WOW.

Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten (2/5) - echt nicht mein Ding und stellenweise gar langweilig.

Source Code (4/5) - eigentlich ganz gut und am Ende jedoch etwas konfus, man denkt man hat es aber eigentlich funktioniert es doch nicht.

Beginners (5/5) - sehr gute und rührende Tragikomödie.

X-Men: Erste Entscheidung (3/5) - ziemlich enttäuscht über dieses Prequel, da habe ich einfach mehr erwartet, zu vollgepackt, oberflächlich und auch noch klischeehaft, ob gewollt oder ungewollt im Fazit nur schlecht und der X-Men Reihe einfach nicht würdig!

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 (5/5) - blöd, dass es in 3D sein musste, denn ausgenutzt wurde es nicht wirklich, dennoch ein wirklich sehr gutes Ende für diese Ära.

Brautalarm (5/5) - geniale Komödie, nicht vom Trailer täuschen lassen, ist viel tiefgründiger und keine weibliche Variante von Hangover!

Kill the Boss (4/5) - sehr gute Komödie, etwas anders als erwartet, doch im ganzen gut!

Planet der Affen (4/5) - interessantes und relativ gelungenes Prequel zur kultigen “Planet der Affen”-Reihe, aber stellenweise etwas seltsam und unlogisch.

Glee on Tour (5/5) - wer Glee nicht kennt ist hier sowieso falsch, aber das hier war mehr als nur ein Konzertfilm mit dem Glee-Cast. Der Dokuähnliche Aufbau ist sehr gelungen und zeigt was für einen positiven Einfluss die Serie auf Kids hat. Ich finde Glee extrem wichtig, man sollte es zumindest in Betracht ziehen und sich mal einer Folge widmen. Die Themen sind Topaktuell sowie die Musik, außerdem wird kritisch mit den Themen umgegangen und das ist für eine Serie sehr innovativ. Ja das ganze ist im Musical Stil aber dennoch sind die  Glee-Cast Interpretationen oftmals besser als die Originale.

Melancholia (5/5) - das nenn ich einen Weltuntergang ohne Gnaden, hier gibt es einfach keine Rettung und erstaunlicherweise steht das in gesellschaftlicher Hinsicht überhaupt nicht im Vordergrund, sondern nur die Geschichte um Justin und ihre Schwester weit außerhalb draußen auf einem Landsitz. Sehr nachdenklich und beklemmend machend.

Another Earth (5/5) - grandioses Sci-Fi-Drama in der eine zweite Erde auftaucht, der  Sci-Fi Aspekt selbst tritt in den Hintergrund und im Vordergund steht die Geschichte eines jungen Mädchens, die einen fatalen Fehler begangen und nun mit den Konsequenzen zu leben hat, es stellt sich die Frage, ist es auf der anderen Erde für sie anders verlaufen? Sehr beeindruckend!

Die Haut, in der ich wohne (5/5) - keine Ahnung wie man das in Worte fassen soll, die Story ist so abwechslungsreich und es ist einfacht nur krass und genial was da Almodóvar wieder abliefert. WOW! Vielleicht einer der besten Almodóvar Filme soweit.

Killer Elite (2/5) - nicht wirklich das, was ich erwartet habe und dann auch noch ziemlich langatmig, Soundtrack war wieder mal besser als der Film.

Zwei an einem Tag (5/5) - ich habe das Buch zwar nicht gelesen, aber der Film war überwältigend und soll dem Buch sehr ähnlich gewesen sein. Gegen das Ende ist man wohl nicht gefeit, sehr unerwartet überraschend, aber mehr verrate ich nicht an dieser Stelle. Ein wunderschöner Film!

Krieg der Götter (5/5) - Grandioses Kino, ich bin wieder von Tarsem überrascht, sehr bildgewaltig. Der Stil ist und bleibt unverkennbar. Die Story war sehr solide und mitreißend erzählt und nicht wie bei Kampf der Titanen, in dem nur einige gute Bilder aber keine Story abgeliefert wurde.

Der Gott des Gemetzels (3/5) - Naja nicht ganz so wie es der Trailer vermuten lässt, interessante Aspekte kommen zutage, aber dennoch gab es genügend Ausstiegspunkte für das eine Paar, das Ende lässt einen komplett im Regen stehen. Ich bin mir sicher als Theaterstück funktioniert es definitiv besser.

Rubbeldiekatz (4/5) - ganz solide Komödie mit dem fast typischen Ausgang, dennoch hier und da mal ein guter Kracher.

Mission: Impossible – Phantom Protokoll (5/5) - sehr gute Fortsetzung der Reihe und diesmal mal wieder mit mehr Story und guter Action wie gewohnt.

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (5/5) - wieder eine gute Fortsetzung, vollgepackt mit Action und Story, wenn auch das Konstrukt diesmal leichter zu verstehen war. Technisch und stilistisch ziemlich cool, dennoch etwas anders als der erste Teil.

Soviel zum Update ;)

Es gab viele Filme, die ich eigentlich sehen wollte, aber für die ich keine Zeit hatte. Somit ist wieder für Blu Ray Material gesorgt ;)

Alles, was wir geben mussten

April 16, 2011 in Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2011 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Kathy, Tommy und Ruth verbringen ihre Kindheit in Hailsham, einem scheinbar idyllischen englischen Internat. Doch der Ort birgt ein dunkles und verstörendes Geheimnis, das die Zukunft der jungen Leute betrifft und worüber niemals gesprochen wird. Nachdem sie den Schutz der Schule hinter sich gelassen haben, kommen die drei Freunde dem grausamen Schicksal, das sie als Erwachsene erwartet, unaufhaltsam näher. Dabei wird ihre enge Freundschaft durch die tiefen Gefühle der Liebe, der Eifersucht und des Verrats auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. -Zelluloid.de

 

Es ist sehr schwierig an dieser Stelle etwas über den Film zu schreiben ohne ihn zu sehr zu spoilern, der Trailer hat das ja ganz gut hinbekommen. Also versuche es auch mal. Zuerst muss man sagen, dass es hierbei um einen Science-Fiction Drama handelt. Allerdings nicht in der Zukunft mit dem ganzen Gadgets und so, die Story ist in der Vergangenheit angesiedelt und zeigt uns eine Alternative gesellschaftliche Entwicklung in den späten 1960ern, welche wir so nicht kennen.

Im Mittelpunkt der Story steht Kathy H. Sie ist die tragende Figur in diesem Film und wir verfolgen ihre Lebensgeschichte beginnend mit dem Internat in Hailsham. Genau wie die Charaktere im Film erfährt der Zuschauer nur langsam was den Kindern bevorstehen wird, so bewegt sich der Zuschauer auch in einem begrenzten Horizont und erkennt nicht das Große Ganze dahinter. Auf der einen Seite ist es etwas ärgerlich, aber auf der anderen Seite wieder sehr gut, denn so kommt die Story des Filmes sehr stark zum tragen. Nur langsam eröffnet sich auch uns das tragische Schicksal.

Noch einige Anmerkungen zum Stil und den Schauspielern. Alle drei (Carey Mulligan, Andrew Garfield & Keira Knightley) haben eine wunderbare Darbietung geliefert und die Charaktere mit soviel Leben gefüllt, dass es schon erstaunlich ist, dass dieser Film spurlos an den Oscars vorbeigegangen ist. Dafür hat er aber die wichtigen Nominierungen bekommen. Die schauspielerische Leistung der Kinder ist auch nicht zu verachten, die waren nämlich hervorragend. Zum Soundtrack ist noch zu sagen, dass dieser den Film sehr gut getragen hat. Stellenweise sehr traurig, aber passend. Eine Überlegung Wert sich den vielleicht noch anzuschaffen.

Selten habe ich einen solch guten Film gesehen. Größtenteils ist der Film sehr traurig und man ist oft den Tränen nahe, denn das Schicksal der Kids geht nicht einfach so spurlos an einem vorbei. Vor allem die Enttäuschungen treffen einen Hart. Am Ende war ich einfach  nur sprachlos und sehr nachdenklich gestimmt. Meiner Meinung nach ein Must-See Film, mit einem großen ABER: Dieser Film ist definitiv nichts für das Mainstream Publikum! Wer hier großartige Effekte, eine detaillierte Auflösung oder was auch immer erwartet ist hier vollkommen Falsch! Hier geht es um eine Story mit subtilen Tiefgang, und es passiert auch eigentlich nicht viel, aber das was passiert ist halt sehr wichtig. Das hat mich schon nach dem Film sehr gestört, dass da wieder Kommentare zu hören waren, wie: “… ist ja unrealistisch..” oder “…ich wäre abgehauen…”. Solche Leute haben es einfach nicht kapiert. Für alle anderen die Arthaus auch mögen, unbedenklich empfehlenswert!

ACHTUNG SPOILER!

Für die, die den Film schon gesehen habe, oder denen es egal ist behandel ich nachfolgend noch einige Aspekte zum Film. Rest des Eintrags ansehen →

Das Schmuckstück

März 29, 2011 in Kino & Co.

copyright 2011 film-zeit

copyright 2011 film-zeit

Ein bürgerliches Provinznest in Frankreich. Wir schreiben das Jahr 1977 und Suzanne (Catherine Deneuve) lässt sich von ihrem tyrannischen Ehemann Robert Pujol das Leben schwer machen. Dieser ist ein schwerreicher Industrieller und der unangefochtene Patron seiner Regenschirm-Fabrik. Auch gegenüber seinen Mitarbeitern, seiner Geliebten und seinen Kindern zeigt er keinerlei Mitgefühl, denn sein Wille ist eisernes Gesetz. Die Arbeitsbedingungen in der Fabrik sind schlecht und die Angestellten höchst unzufrieden, doch Robert duldet keinerlei Widerspruch und beharrt auf seinem autoritären Führungsstil.

Eines Tages haben die Mitarbeiter die Nase voll von der Schreckensherrschaft ihres Chefs, gehen in den Streik. Robert erleidet kurz darauf einen Infarkt und Suzanne muss plötzlich die Fabrik alleine leiten, da ihr Ehemann sich erholen muss. Während er erst einmal auf Erholungsurlaub geht, um seine Kräfte neu zu sammeln bleibt Suzanne allein zurück. Zur Überraschung Aller entpuppt sich seine Frau jedoch als findige Geschäftsfrau, die weiß, wie sie die Fabrik zu leiten hat.

Mit der Hilfe des Bürgermeisters und zugleich ihres ehemaligen Liebhabers, dem Kommunisten Maurice Babin, gelingt es ihr, den Streik zu beenden. Unter ihrem Regiment verbessern sich nicht nur die Arbeitsbedingungen der Angestellten, sondern auch die Umsatzzahlen. Das Glück ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn eines Tages steht ein rundum erholter Robert vor der Tür und möchte zurück an seinen alten Posten. Allerdings haben die Arbeiter und Roberts Familie keine Lust, von Neuem in die tyrannische Hand ihres ehemaligen Oberhauptes zu geraten… -[verändert nach film-zeit]

Ein klasse Film. Habe mich wieder köstlich amüsieren können und auch mal wieder ein Film der etwas anderen Art, typisch französisch halt. Diese ganze Aufmachung war einfach toll. Als ob der Film wirklich aus den 70ern war. Hier hat Ozon wieder auf alle Details großen Wert gelegt. Auch Catherine Deneuve war wieder klasse und diese Rolle, die sie hier spielt einfach göttlich. Zudem war die Ironie und auch die dutzenden Anspielungen einfach herrlich. Ziemlich viel versteckter Humor, der einen einfach nur schmunzeln lässt und an anderer Stelle wieder zum lachen anregt, weil die Situation einfach urkomisch ist. Auf jeden Fall ein Mustsee Movie für mich.

 

Unknown Identity

März 29, 2011 in Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2011 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Als Dr. Martin Harris nach einem schweren Autounfall aus dem Koma erwacht, ist das für ihn der Beginn eines Albtraums: Seine Frau erkennt ihn nicht mehr und ein anderer Mann hat Harris’ Platz eingenommen. Nicht nur als ihr Ehemann, auch als angesehener Wissenschaftler, der auf einem Kongress einen wichtigen Vortrag halten sollte. Als wäre das nicht genug, wird er auch noch von einem Killer gejagt. Was ist mit ihm passiert? Harris beginnt an seinem Verstand zu zweifeln. Um seine Frau und sein altes Leben zurück zu gewinnen, macht er Gina ausfindig, die Taxifahrerin, die ihn bei dem Unfall gerettet hat. Sie und der ehemalige Stasi-Agent Jürgen sind seine einzigen Verbündeten im Kampf um seine Identität gegen einen übermächtigen Gegner. -Zelluloid

 

Für einen Actionfilm ganz gut im mittlerem Feld anzuordnen, herausragend ist was anderes. Leider hat der Trailer schon den Hauptstory-Twist verraten, was ich dann beim schauen nicht so schön fand, denn irgendwie hat man noch mehr erwartet. Die Action war ganz in Ordnugn und die Verfolgungsjagden quer durch Berlin waren auch sehr gut. Das fand ich auch generell ganz cool, dass der Schauplatz Berlin war. Die Story kam teilweise nur plätschernd voran was ein bisschen langweilig mit der Zeit wurde. Wer jetzt aber nicht übermäßig viel erwartet ist hier ganz gut aufgehoben.

 

Ich – einfach unverbesserlich [3D]

März 18, 2011 in 3D, Kino & Co.

 

zelluloid.de • ©1998-2010 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

 

Nichts – so glaubt er zumindest – liegt Gru mehr am Herzen, als Unfrieden zu stiften und der Menschheit den Tag zu vermiesen. Inmitten einer wunderschönen Vorstadtidylle – zwischen hübschen Anwesen, gepflegten Gärten und fröhlichen Straßen – hat er es sich gemütlich gemacht. Das schwarze Haus, in dem er mit seiner Mutter wohnt, und der verödete Rasen davor sind leicht zu erkennen, doch sein wahres Reich verbirgt sich tief darunter in seiner weit verzweigten unterirdischen Geheimfestung. Umgeben von einer Armee von “Minions”, kartoffelförmigen Zwergwesen, schmiedet der Hausherr hier seine genialen weltweiten Schurkenstreiche, deren Krönung die Entführung des Mondes werden soll. [Zelluloid]

Eine sehr lustige Komödie die mal nicht aus dem Hause Pixar bzw. Disney stammt und trotzdem durch Charme Sympathie erweckt. Die Minions sind der letzte Schrei und die Mädels sind gar nicht mal so nervig und der Möchtegernbösewicht ist einfach nur der Brüller.

 

Dinner für Spinner

März 18, 2011 in Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2010 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Um seiner steilen Karriere weiteren Auftrieb zu verschaffen, nimmt Manager Tim (Paul Rudd) am „Dinner für Spinner“ teil. Bei diesem absurden Fest der Reichen und Mächtigen ist es das Ziel, mit einem möglichst idiotischen Begleiter aufzukreuzen – und so soziales Prestige zu sammeln. Tims Angehimmelte Julie (Stephanie Szostak) ist ganz und garnicht nicht begeistert von dieser Unsitte und so sieht der Karrierist schon fast davon ab, überhaupt zum berüchtigten Dinner anzutreten. Als er auf Barry (Steve Carell) trifft, ist es mit der Besinnlichkeit vorbei – einen solchen Vollidioten hat er noch nie erlebt. Barry wird als Ehrengast gechartert. Tim ahnt nicht, welches Chaos er mit seiner Entscheidung auf allen erdenklichen Ebenen, von seiner Arbeits- bis zur Privatwelt, entfesseln wird… -Filmstarts.de

Also irgendwie war das ein Schuss in den Ofen. Das Gesamtwerk war einfach nicht gut. Noch nicht so schlecht dass es nur einen Stern verdient hätte, denn einige Gags konnten es doch noch verhindern. Generell ein ziemlich komischer Film, der sehr stark durch den Aspekt “Fremdschämen” geprägt ist. Also den sollte man sich wirklich nur anschauen wenn man keine andere Wahl hat. Zudem hätte der auch ganz einfach im Fernsehen gereicht. Auch wenn ich meine Freikarten hierfür eingelöst habe, tat es mir bei meinem begrenzten Kontingent doch schon etwas weh, but that’s life.

Ponyo

März 18, 2011 in Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2010 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Das Goldfischmädchen Ponyo träumt davon, ein Mensch zu werden – sehr zum Missfallen ihres Vaters, einem Unterwasserzauberer. Mit Hilfe magischer Kräfte gelingt es ihr tatsächlich, aus der bunten Wasserwelt auszubüchsen und wird auf dem Festland von dem Fischerjungen Sosuke gerettet. Mit ihm entdeckt Ponyo die Überwasserwelt und mit ihrer Freundschaft wächst Ponyos Wunsch, bei ihm zu bleiben. Doch Ponyos Kräfte scheinen die Ozeane zu entfesseln und lösen damit Naturkatastrophen aus, die Sosukes Heimatdorf bedrohen. Wird es Ponyo und Sosuke gelingen, das Gleichgewicht der Welt wieder herzustellen und die Dorfbewohner zu retten? – Zelluloid

Ein ganz netter Film von Hayao Miyazaki, allerdings nicht so ganz das was ich erwartet habe. Ganz anders im Stil und der Aufmachung als jetzt das Wandelnde Schloss oder Chihiros Reise (immer noch einer meiner Topfilme). Dieser Film ist einfach definitiv an das sehr junge Publikum gerichtet es war doch alles sehr kindisch und anstrengend. Und natürlich wird auch hier wieder der mahnende Finger erhoben, dass die Umwelt nicht einfach wie Dreck zu behandeln ist. Gesellschaftskritik wie immer. Viele Aspekte in der Story waren doch ziemlich schnell im Wechsel und man musste diese blauäugig hinnehmen, nach dem Motto die Magie des Films. Das können Kinder wohl besser akzeptieren. Zum anderen gibt es da einfach die kulturellen Unterschiede, einige Aspekte sind mir unverständlich geblieben, die den Japanern aber wohl sofort klar waren. Wie gesagt ganz nett, aber nicht mein Ding, dafür bin ich wohl schon einfach zu groß, aber wer Kinder hat sollte sich den Film auf jeden Fall mit ihnen anschauen.


Micmacs – Uns gehört Paris

März 18, 2011 in Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2010 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

zelluloid.de • ©1998-2010 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Eines Abends tritt Bazil vor die Tür seiner Pariser Videothek – nur um eine verirrte Pistolenkugel in den Kopf zu bekommen. Dumme Sache, aber nicht unbedingt tödlich, entscheiden die Ärzte und entlassen Bazil aus dem Krankenhaus – mit Kugel im Kopf, aber ohne Job und Wohnung steht er auf der Straße. Doch das Glück lässt nicht lange auf sich warten: Bazil trifft auf den kauzigen Canaille, der mit einer Gruppe wunderlicher Außenseiter zusammenlebt. Bei dieser skurrilen Familie findet Bazil ein neues Zuhause und taucht unter in eine Welt voller magischer Momente mitten in einem unbekannten Paris. Vor allem die biegsame Mademoiselle Kautschuk weckt Bazils Interesse und erobert schnell sein Herz. Doch es wird noch eine Weile dauern bis beide zusammen kommen. Zunächst muss Bazil noch eine Mission erfüllen… – Zelluloid

 

Wieder ein neuer Film von Jean-Pierre Jeunet, der wieder etwas verrückt, skurill, und wieder typisch französisch ist. Viele stilistische Elemente lassen sich auch wieder erkennen, wie z.B aus Amelie (unschlagbarer Film meiner Topliste) oder Die Stadt der verloren Kinder. Dieser Film ist eher einer Komödie zuzuordnen, denn er ist oftmals lustig und  amüsierend. Die kleine Mission von Bazil entpuppt sich als ziemlich schwierig, denn der Plan ist es den Hersteller der Pistolenkugel zur Rechenschaft zu ziehen. Die etwas turbulente andere Art der Rache erweist sich bald auch schon als Erfolg. Ein sehenswerter Film allemal und man kommt auch getrost auf seine Kosten.

Inception

Oktober 18, 2010 in Kino & Co.

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Dom Cobb ist ein begnadeter Dieb, der absolut beste auf dem Gebiet der Extraktion, einer kunstvolle und gefährliche Form des Diebstahls: Cobb stiehlt wertvolle Geheimnisse aus den Tiefen des Unterbewusstseins, wenn der Verstand am verwundbarsten ist – während der Traumphase. Dank seiner seltenen Begabung ist Cobb in der heimtückischen, neuen Welt der Industriespionage heiß begehrt. Doch diese Existenz hat auch ihre Schattenseiten: er wird auf der ganzen Welt gesucht und hat alles verloren, was er liebte. Eines Tages bietet sich ihm die Chance zur Rettung: Ein letzter Auftrag könnte ihm zu seinem alten Leben zurück verhelfen, aber nur, wenn ihm das absolut Unmögliche gelingt: die so genannte “Inception”. Statt eines perfekt ausgeführten Diebstahls müssen Cobb und sein Spezialistenteam das genaue Gegenteil vollführen. Ihr Auftrag lautet nicht, eine Idee zu stehlen, sondern eine einzupflanzen. Sollte ihnen das gelingen, wäre es das perfekte Verbrechen.

Doch kein noch so ausgetüftelter Plan oder geballtes Fachwissen bereitet das Team auf diesen brandgefährlichen Feind vor, der jeden ihrer Schritte vorauszuahnen scheint. Ein Gegner, den nur Cobb hat kommen sehen. – Zelluloid

Dieser Film hat mich noch Tage beschäftigt und veranlasste mich auch ihn ein zweites Mal anzuschauen und auch hier war ich dann wieder keinen Deut besser dran. Ich fand den Film extrem gut und spannend. Stellenweise war ich sogar ziemlich angespannt, auch beim zweiten Mal. Von der Story her ziemlich kompliziert, oder vielmehr das was man da alles hinein interpretieren kann. Dutzende Möglichkeiten habe ich mir schon durchdacht und keine ist zufriedenstellend.

Ich finde es toll mal wieder einen Film gesehen zu haben, der für Gesprächsstoff sorgt. Man kann immer wieder wild spekulieren und Ideen austausche. Immer wieder wird man gefragt “und was denkst du?” oder “Meinst du das war so und so?” Das macht  für mich einen guten Film auch aus.

Vom Aufbau der Story auch zeimlich gut gelungen ist, dass man schnell ins Setting eingeführt wird und nicht lange erklärt wird. Man akzeptiert schnell die Technologie und bedarf auch keiner Einführung, wann und wo und wieso diese Geräte erfunden wurde. Alles scheint sich jetzt oder in naher Zukunft abzuspielen, wenn das denn die Realität ist?! Der Plan die Inception durchzuführen scheint einfach, erweist sich jedoch als harte Nuss. Und dann sind da noch die verschiedenen Traumebenen, was stilistisch ziemlich toll anzuschauen war, aber einen schon etwas durcheinander gebracht hat. Und dann der perfekt abgestimmte konzeptionelle Soundtrack von Hans Zimmer einfach nur göttlich!  Der genutzte Track im Trailer klingt zwar ähnlich dem Score von Inception ist aber von Zack Hemsey und lautet Mind Heist, auch ein ziemlich geniales Stück.

Zurück zum Film: Fazit = Absolut sehenswert und zum Nachdenken anregend.

 

Salt

September 1, 2010 in Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2010 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Evelyn Salt eine CIA-Agenten mit Topstatus die schon so einiges für geliebtes Vaterland getan hat sieht sich einer schweren Anschuldigung entgegen. Von einem russischen Überläufer wird sie beschuldigt eine russische Schläferin zu sein und heute den russischen Präsidenten zu ermorden. Um der Verhaftung zu entgehen und auch ihren Mann zu schützen muss sie fliehen. Um zu überleben muss sie alle Register ihrer Ausbildung und Fähigkeiten ziehen. Wer ist Salt wirklich?

 

 

Ein packender Actionfilm à la 24 [Twenty-Four]. Fast alle Register werden gezogen: lange Verfolgunsjagden, packende Storytwists und einige überraschende Wendungen machen den Film sehr spannend und aufregend. Man ist nicht gelangweilt und auch wenn es stellenweise eher unrealistisch wirkt, so liegt das eigentlich nur daran, dass Salt immer verdammtes Glück hat. Ein sehr solide Grundstory die, wie bereits erwähnt, mit großen Überraschungen aufwarten kann, in der der übermäßige amerikanische Patriotismus eine eher untergeordnete Rolle spielt und das Ganze auch ein wenig an Bedeutung verliert. Der Zuschauer wird gut übers Glatteis geführt und wiegt sich dabei oft in Sicherheit mit seinen Vermutungen, doch schnell wird dieses wieder zunichte gemacht und man muss neu ansetzen. Trotzdem bleibt letzten Endes beim guten alten Grundgerüst Gut vs. Böse. Wer 24 und Konsorten mag wird sich hier gut aufgehoben fühlen. Aber auch diejenigen, die dieses Genre eher weniger mögen könnten den Film gut finden, denn überraschenderweise fand mein Freund den Film sehr gut, obwohl er sonst sowas eher seltener schaut bzw. mag.

Zum Soundtrack ist noch zu sagen, dass er mir mal wieder gleich zu Anfangs aufgefallen ist und ich ihn sofort gut fand. Was anderes erwarte ich ja inzwischen nicht mehr von James Newton Howard. Dieser Score hat einfach zu den Szenen gepasst, vor allem in den hektischen. Den Kauf ich mir auch gleich und werde ihn genießen.