Work in Progress…

März 7, 2013 in Allgemeines

Vieles hat sich getan und vieles auch nicht und der Blog ist im Moment leider zum erliegen gekommen, daher heißt es bis auf weiteres:

Work in Progress

Licht in der Stadt [Exposé]

Februar 23, 2012 in Diplomthema, Unikram

Ausgehend von einer Exkursion mit dem Thema „Licht in der Stadt“ wurde das Interesse in mir geweckt dieses Thema in meiner Diplomarbeit zu behandeln. Das faszinierende dabei ist die veränderte Wahrnehmung der Stadt bei Nacht, da diese ein ganz anderes Bild von sich präsentiert als tagsüber. Die städtische Beleuchtung und die damit einhergehenden Veränderungen des illuminierten Raumes sollen im Fokus dieser Arbeit stehen.

Zweifelsohne wird das Stadtbild durch Licht geprägt. Vor allem Tageszeiten und Wetterphänomene beeinflussen sehr stark das Erscheinungsbild der „Stadt“ über den Tag hinweg (Schmidt & Töllner 2006:6) und verleihen der Stadt eine Atmosphäre (Brandi 2004:22). Nachts hingegen taucht das Stadtbild in ein Lichtermeer von Kunstlicht ein. Verschiedene Einflüsse, wie Schaufensterbeleuchtung, Cafés, Häuser und auch der Verkehr machen einen Zusammenhalt bei Nacht schwierig (van Santen 2006:26). Dennoch eröffnet das von Menschenhand geschaffene Licht viele Möglichkeiten zur Stadtgestaltung, denn Bauwerke und Objekte unterliegen jetzt nicht mehr dem Sonnenstand und können beliebig von allen Seiten beleuchtet werden (Schmidt & Töllner 2006:6). Unweigerlich entsteht somit ein Pendant zum Tag. Heute werden ganze Stadtteile illuminiert und regelrecht inszeniert (Hirdina 2004:6; Hasse 2006:45ff.). Aber wie wird ein geordnetes Stadtbild gewährleistet und welche Voraussetzungen müssen hierfür erfüllt sein? Was unterscheidet die Stadt bei Tag von der Stadt bei Nacht?

Rest des Eintrags ansehen →

Licht in der Stadt oder so was in der Art…

Februar 22, 2012 in Diplomthema, Unikram

So nun ist es offiziell, ich bin zum Diplom mit dem Thema “Licht in der Stadt” angemeldet und Abgabe ist am 25.07.2012. Die Uhr tickt… Das Thema ist sehr weit gefasst und ich versuche den Fokus auf die Planungsebene herunterzubrechen und mithilfe einer Fotoanalyse mit Bildern aus Instagram eine Art Evaluierung durchzuführen. Das ganze ist noch recht vage, aber so langsam nimmt es Form an.

Nebenbei habe ich wieder mal meinen Blog optisch auf Vordermann gebracht und bin nun mit diesem Theme sehr zufrieden. Bis die Tage…

Lange nichts geschrieben

Januar 9, 2012 in Allgemeines, Kino & Co.

Ja da ging das Jahr ziemlich schnell vorbei und ich habe lange nichts von mir hören lassen. Im Moment wird es nicht besser, denn der Stressfaktor nimmt jetzt kontinuierlich zu, da ich nun mit meiner Diplomarbeit angefangen habe. Auch im vergangenem Jahr habe ich wieder diverse Filme im Kino gesehen und dann leider irgendwie keine Lust mehr gehabt mal ne Rezension zu tippen. Kann ja mal passieren. Da ich jetzt aber auch nicht die Zeit habe alle Filme mal schnell hier in detaillierte Form zu besprechen wie gewohnt, mache ich das mal in Form einer Liste mit meiner Wertung und und einem Kurzkommentar.

Paul – Ein Alien auf der Flucht (5/5) - sehr gute Komödie, ich mag den britischen Humor.

Thor (5/5) – verdammt guter Film, sehr positiv überrascht gewesen, einfach nur WOW.

Pirates of the Caribbean: Fremde Gezeiten (2/5) - echt nicht mein Ding und stellenweise gar langweilig.

Source Code (4/5) - eigentlich ganz gut und am Ende jedoch etwas konfus, man denkt man hat es aber eigentlich funktioniert es doch nicht.

Beginners (5/5) - sehr gute und rührende Tragikomödie.

X-Men: Erste Entscheidung (3/5) - ziemlich enttäuscht über dieses Prequel, da habe ich einfach mehr erwartet, zu vollgepackt, oberflächlich und auch noch klischeehaft, ob gewollt oder ungewollt im Fazit nur schlecht und der X-Men Reihe einfach nicht würdig!

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2 (5/5) - blöd, dass es in 3D sein musste, denn ausgenutzt wurde es nicht wirklich, dennoch ein wirklich sehr gutes Ende für diese Ära.

Brautalarm (5/5) - geniale Komödie, nicht vom Trailer täuschen lassen, ist viel tiefgründiger und keine weibliche Variante von Hangover!

Kill the Boss (4/5) - sehr gute Komödie, etwas anders als erwartet, doch im ganzen gut!

Planet der Affen (4/5) - interessantes und relativ gelungenes Prequel zur kultigen “Planet der Affen”-Reihe, aber stellenweise etwas seltsam und unlogisch.

Glee on Tour (5/5) - wer Glee nicht kennt ist hier sowieso falsch, aber das hier war mehr als nur ein Konzertfilm mit dem Glee-Cast. Der Dokuähnliche Aufbau ist sehr gelungen und zeigt was für einen positiven Einfluss die Serie auf Kids hat. Ich finde Glee extrem wichtig, man sollte es zumindest in Betracht ziehen und sich mal einer Folge widmen. Die Themen sind Topaktuell sowie die Musik, außerdem wird kritisch mit den Themen umgegangen und das ist für eine Serie sehr innovativ. Ja das ganze ist im Musical Stil aber dennoch sind die  Glee-Cast Interpretationen oftmals besser als die Originale.

Melancholia (5/5) - das nenn ich einen Weltuntergang ohne Gnaden, hier gibt es einfach keine Rettung und erstaunlicherweise steht das in gesellschaftlicher Hinsicht überhaupt nicht im Vordergrund, sondern nur die Geschichte um Justin und ihre Schwester weit außerhalb draußen auf einem Landsitz. Sehr nachdenklich und beklemmend machend.

Another Earth (5/5) - grandioses Sci-Fi-Drama in der eine zweite Erde auftaucht, der  Sci-Fi Aspekt selbst tritt in den Hintergrund und im Vordergund steht die Geschichte eines jungen Mädchens, die einen fatalen Fehler begangen und nun mit den Konsequenzen zu leben hat, es stellt sich die Frage, ist es auf der anderen Erde für sie anders verlaufen? Sehr beeindruckend!

Die Haut, in der ich wohne (5/5) - keine Ahnung wie man das in Worte fassen soll, die Story ist so abwechslungsreich und es ist einfacht nur krass und genial was da Almodóvar wieder abliefert. WOW! Vielleicht einer der besten Almodóvar Filme soweit.

Killer Elite (2/5) - nicht wirklich das, was ich erwartet habe und dann auch noch ziemlich langatmig, Soundtrack war wieder mal besser als der Film.

Zwei an einem Tag (5/5) - ich habe das Buch zwar nicht gelesen, aber der Film war überwältigend und soll dem Buch sehr ähnlich gewesen sein. Gegen das Ende ist man wohl nicht gefeit, sehr unerwartet überraschend, aber mehr verrate ich nicht an dieser Stelle. Ein wunderschöner Film!

Krieg der Götter (5/5) - Grandioses Kino, ich bin wieder von Tarsem überrascht, sehr bildgewaltig. Der Stil ist und bleibt unverkennbar. Die Story war sehr solide und mitreißend erzählt und nicht wie bei Kampf der Titanen, in dem nur einige gute Bilder aber keine Story abgeliefert wurde.

Der Gott des Gemetzels (3/5) - Naja nicht ganz so wie es der Trailer vermuten lässt, interessante Aspekte kommen zutage, aber dennoch gab es genügend Ausstiegspunkte für das eine Paar, das Ende lässt einen komplett im Regen stehen. Ich bin mir sicher als Theaterstück funktioniert es definitiv besser.

Rubbeldiekatz (4/5) - ganz solide Komödie mit dem fast typischen Ausgang, dennoch hier und da mal ein guter Kracher.

Mission: Impossible – Phantom Protokoll (5/5) - sehr gute Fortsetzung der Reihe und diesmal mal wieder mit mehr Story und guter Action wie gewohnt.

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten (5/5) - wieder eine gute Fortsetzung, vollgepackt mit Action und Story, wenn auch das Konstrukt diesmal leichter zu verstehen war. Technisch und stilistisch ziemlich cool, dennoch etwas anders als der erste Teil.

Soviel zum Update ;)

Es gab viele Filme, die ich eigentlich sehen wollte, aber für die ich keine Zeit hatte. Somit ist wieder für Blu Ray Material gesorgt ;)

Eurovision Song Contest 2011

Mai 16, 2011 in Allgemeines, Musik

And the Winner is Azerbaijan. Wow! Das war irgendwie eine Überraschung, auch für mich und ich muss gestehen ich fand diese Popballade auch sehr gut. Dieser Song rangierte neben Blue und Lena bei mir unter den Top 5 meiner Favoriten.

Aserbaidschan

Ell & Nikki - Running Scared (Aserbaidschan) - © Eurovision.de

 

Endlich mal wieder der ESC in Deutschland und was für eine tolle Show wir hingelegt haben. Ein Megaspektakel vom Feinsten. Das Motto diesmal: Feel your Heart beat! Gut gewählt und nett gemacht.

Auch wenn ich nicht zuerst davon begeistert war, dass Stefan Raab den ESC moderieren würde, so fand ich es im Nachinhein nicht schlecht. Die maßgeblich führende Rolle hat aber Anke Engelke hingelegt, sie hat das Haus fast allein gerockt! Judith Rakers hat auch eine sauberen Job gemacht, wobei ich bei ihr das Gefühl hatte, dass sie nur eine nette Beigabe war und irgednwie das fünfte Rad am Wagen.

Prinzipiell fand ich den Bühnenaufbau ziemlich cool, wenn auch gelegentlich einige Beiträge meinten die LEDs bis zum äußersten auszureizen. Der Geniestreich jedoch war am Ende der Show vor der Punktevergabe, als die Leinwand sich teilte und so der Greenroom erstmals in die Arena integriert wurde.

Leider hat mir jedoch um das Spektaktel herum der Bezug zu Deutschland und zu Düsseldorf gefehlt. Die elektronischen Postparkten aus vereinzelten deutschen Städten mit dem netten Tiltshift Effekt (bekannt aus der Telekom Werbung) waren ja ganz in Ordnung, aber war das schon alles? Leider ja. Irgendwie hat da noch als Zwischenprogramm so das gewisse Etwas gefehlt.

Die Eröffnung war nicht schlecht und Satellite so zu performen war auch cool. Was wohl auch gut ankam, waren die 42 Lena-Doubles und die Echte dann Mittendrin mit den Flaggen der jeweiligen Teilnehmerländern. So jetzt kanns losgehen.

Einige Beiträge waren dann doch nicht so gut wie ich dachte. Auf CD hört sich doch einiges um vieles besser an. So war ich ein wenig von Blue enttäuscht, wo mir mal wieder aufgefallen ist dass diese Live ja fast schon grottig sind. Schade halt. Was meine Mitschauer und mich dann doch umgehauen hat war Lena’s Auftritt:  Wirkllich geil! Es hat uns umgehauen. Eine Superperfomance. Sie hat sich musikalisch doch weiterentwickelt.

Soviel schonmal zur Show. Die Punktevergabe ist ein anderes Kapitel, mit dem ich mich im nächsten Artikel ausführlicher beschäftigen werden. Soviel sei schonmal gesagt, dass ich ziemlich spannend fand. So eng waren die ersten Plätze schon lange nicht mehr aneinander und es schien fast so, dass alles möglich wäre, leider nicht für uns, aber trotzdem. Erst gegen Ende war dann eindeutig klar, dass Aserbaidschan das Rennen machen wird.

Alles, was wir geben mussten

April 16, 2011 in Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2011 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Kathy, Tommy und Ruth verbringen ihre Kindheit in Hailsham, einem scheinbar idyllischen englischen Internat. Doch der Ort birgt ein dunkles und verstörendes Geheimnis, das die Zukunft der jungen Leute betrifft und worüber niemals gesprochen wird. Nachdem sie den Schutz der Schule hinter sich gelassen haben, kommen die drei Freunde dem grausamen Schicksal, das sie als Erwachsene erwartet, unaufhaltsam näher. Dabei wird ihre enge Freundschaft durch die tiefen Gefühle der Liebe, der Eifersucht und des Verrats auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. -Zelluloid.de

 

Es ist sehr schwierig an dieser Stelle etwas über den Film zu schreiben ohne ihn zu sehr zu spoilern, der Trailer hat das ja ganz gut hinbekommen. Also versuche es auch mal. Zuerst muss man sagen, dass es hierbei um einen Science-Fiction Drama handelt. Allerdings nicht in der Zukunft mit dem ganzen Gadgets und so, die Story ist in der Vergangenheit angesiedelt und zeigt uns eine Alternative gesellschaftliche Entwicklung in den späten 1960ern, welche wir so nicht kennen.

Im Mittelpunkt der Story steht Kathy H. Sie ist die tragende Figur in diesem Film und wir verfolgen ihre Lebensgeschichte beginnend mit dem Internat in Hailsham. Genau wie die Charaktere im Film erfährt der Zuschauer nur langsam was den Kindern bevorstehen wird, so bewegt sich der Zuschauer auch in einem begrenzten Horizont und erkennt nicht das Große Ganze dahinter. Auf der einen Seite ist es etwas ärgerlich, aber auf der anderen Seite wieder sehr gut, denn so kommt die Story des Filmes sehr stark zum tragen. Nur langsam eröffnet sich auch uns das tragische Schicksal.

Noch einige Anmerkungen zum Stil und den Schauspielern. Alle drei (Carey Mulligan, Andrew Garfield & Keira Knightley) haben eine wunderbare Darbietung geliefert und die Charaktere mit soviel Leben gefüllt, dass es schon erstaunlich ist, dass dieser Film spurlos an den Oscars vorbeigegangen ist. Dafür hat er aber die wichtigen Nominierungen bekommen. Die schauspielerische Leistung der Kinder ist auch nicht zu verachten, die waren nämlich hervorragend. Zum Soundtrack ist noch zu sagen, dass dieser den Film sehr gut getragen hat. Stellenweise sehr traurig, aber passend. Eine Überlegung Wert sich den vielleicht noch anzuschaffen.

Selten habe ich einen solch guten Film gesehen. Größtenteils ist der Film sehr traurig und man ist oft den Tränen nahe, denn das Schicksal der Kids geht nicht einfach so spurlos an einem vorbei. Vor allem die Enttäuschungen treffen einen Hart. Am Ende war ich einfach  nur sprachlos und sehr nachdenklich gestimmt. Meiner Meinung nach ein Must-See Film, mit einem großen ABER: Dieser Film ist definitiv nichts für das Mainstream Publikum! Wer hier großartige Effekte, eine detaillierte Auflösung oder was auch immer erwartet ist hier vollkommen Falsch! Hier geht es um eine Story mit subtilen Tiefgang, und es passiert auch eigentlich nicht viel, aber das was passiert ist halt sehr wichtig. Das hat mich schon nach dem Film sehr gestört, dass da wieder Kommentare zu hören waren, wie: “… ist ja unrealistisch..” oder “…ich wäre abgehauen…”. Solche Leute haben es einfach nicht kapiert. Für alle anderen die Arthaus auch mögen, unbedenklich empfehlenswert!

ACHTUNG SPOILER!

Für die, die den Film schon gesehen habe, oder denen es egal ist behandel ich nachfolgend noch einige Aspekte zum Film. Rest des Eintrags ansehen →

Das Schmuckstück

März 29, 2011 in Kino & Co.

copyright 2011 film-zeit

copyright 2011 film-zeit

Ein bürgerliches Provinznest in Frankreich. Wir schreiben das Jahr 1977 und Suzanne (Catherine Deneuve) lässt sich von ihrem tyrannischen Ehemann Robert Pujol das Leben schwer machen. Dieser ist ein schwerreicher Industrieller und der unangefochtene Patron seiner Regenschirm-Fabrik. Auch gegenüber seinen Mitarbeitern, seiner Geliebten und seinen Kindern zeigt er keinerlei Mitgefühl, denn sein Wille ist eisernes Gesetz. Die Arbeitsbedingungen in der Fabrik sind schlecht und die Angestellten höchst unzufrieden, doch Robert duldet keinerlei Widerspruch und beharrt auf seinem autoritären Führungsstil.

Eines Tages haben die Mitarbeiter die Nase voll von der Schreckensherrschaft ihres Chefs, gehen in den Streik. Robert erleidet kurz darauf einen Infarkt und Suzanne muss plötzlich die Fabrik alleine leiten, da ihr Ehemann sich erholen muss. Während er erst einmal auf Erholungsurlaub geht, um seine Kräfte neu zu sammeln bleibt Suzanne allein zurück. Zur Überraschung Aller entpuppt sich seine Frau jedoch als findige Geschäftsfrau, die weiß, wie sie die Fabrik zu leiten hat.

Mit der Hilfe des Bürgermeisters und zugleich ihres ehemaligen Liebhabers, dem Kommunisten Maurice Babin, gelingt es ihr, den Streik zu beenden. Unter ihrem Regiment verbessern sich nicht nur die Arbeitsbedingungen der Angestellten, sondern auch die Umsatzzahlen. Das Glück ist jedoch nur von kurzer Dauer, denn eines Tages steht ein rundum erholter Robert vor der Tür und möchte zurück an seinen alten Posten. Allerdings haben die Arbeiter und Roberts Familie keine Lust, von Neuem in die tyrannische Hand ihres ehemaligen Oberhauptes zu geraten… -[verändert nach film-zeit]

Ein klasse Film. Habe mich wieder köstlich amüsieren können und auch mal wieder ein Film der etwas anderen Art, typisch französisch halt. Diese ganze Aufmachung war einfach toll. Als ob der Film wirklich aus den 70ern war. Hier hat Ozon wieder auf alle Details großen Wert gelegt. Auch Catherine Deneuve war wieder klasse und diese Rolle, die sie hier spielt einfach göttlich. Zudem war die Ironie und auch die dutzenden Anspielungen einfach herrlich. Ziemlich viel versteckter Humor, der einen einfach nur schmunzeln lässt und an anderer Stelle wieder zum lachen anregt, weil die Situation einfach urkomisch ist. Auf jeden Fall ein Mustsee Movie für mich.

 

Unknown Identity

März 29, 2011 in Kino & Co.

zelluloid.de • ©1998-2011 Denis Hoffmann & Alexander Jachmann

Als Dr. Martin Harris nach einem schweren Autounfall aus dem Koma erwacht, ist das für ihn der Beginn eines Albtraums: Seine Frau erkennt ihn nicht mehr und ein anderer Mann hat Harris’ Platz eingenommen. Nicht nur als ihr Ehemann, auch als angesehener Wissenschaftler, der auf einem Kongress einen wichtigen Vortrag halten sollte. Als wäre das nicht genug, wird er auch noch von einem Killer gejagt. Was ist mit ihm passiert? Harris beginnt an seinem Verstand zu zweifeln. Um seine Frau und sein altes Leben zurück zu gewinnen, macht er Gina ausfindig, die Taxifahrerin, die ihn bei dem Unfall gerettet hat. Sie und der ehemalige Stasi-Agent Jürgen sind seine einzigen Verbündeten im Kampf um seine Identität gegen einen übermächtigen Gegner. -Zelluloid

 

Für einen Actionfilm ganz gut im mittlerem Feld anzuordnen, herausragend ist was anderes. Leider hat der Trailer schon den Hauptstory-Twist verraten, was ich dann beim schauen nicht so schön fand, denn irgendwie hat man noch mehr erwartet. Die Action war ganz in Ordnugn und die Verfolgungsjagden quer durch Berlin waren auch sehr gut. Das fand ich auch generell ganz cool, dass der Schauplatz Berlin war. Die Story kam teilweise nur plätschernd voran was ein bisschen langweilig mit der Zeit wurde. Wer jetzt aber nicht übermäßig viel erwartet ist hier ganz gut aufgehoben.

 

Exodus international – WTF?

März 24, 2011 in Politik

http://exodusinternational.org/2011/03/exodus-releases-new-smartphone-application/

@iotc instagram

Diese App, auch bekannt geworden als “Gay Cure App”, war bis vor kurzem noch im Apple Store erhältlich und hat meinen Freund und mich zutiefst schockiert und wütend gemacht. Denn diese religiöse Organisation sieht Homosexualität als heilbar an und propagiert dass der Lebenstil nicht im Sinne Gottes Werkes ist und eine Sünde darstellt.  Die Heilung würde durch Gebete und einer Reparativen Therapie geschehen.

Umso fraglicher wie es überhaupt gelungen war, dass diese App im Store überhaupt erst angeboten wurde. Denn liest man sich die Infos auf der Homepage durch, hätte das schon einen stutzig machen müssen. Denn ganz eindeutig haben die ein großes Problem damit:

What Does Exodus Believe about Homosexuality?

Exodus upholds heterosexuality as God’s creative intent for humanity, and subsequently views homosexual expression as outside of God’s will. Exodus cites homosexual tendencies as one of many conditions that beset fallen humanity. Choosing to resolve these tendencies through homosexual behavior, taking on a homosexual identity, and involvement in a homosexual lifestyle is considered destructive, as it distorts God’s intent for the individual and is therefore sinful.

Instead, Christ offers a healing alternative to those with homosexual tendencies. Exodus upholds redemption for the homosexual person as the process whereby sin’s power is broken, and the individual is freed to know and experience their true identity, as discovered in Christ and His Church. That process includes the freedom to grow into heterosexuality.

Central to this redemption is Exodus’ desire to unite and equip the church to carry out this healing process. Exodus rejects the approaches of Christians who respond to homosexual men and women with ignorance and fear, as well as those who uphold homosexuality as a valid, Christ-centered lifestyle. To Exodus, both extremes fail to convey the fullness of redemption found in Christ — He who embodies grace and truth, and invites us to partake of Him. Exodus provides a biblical perspective that is neither condemning nor condoning, but redemptive.

Wenn ich mir das so durchlese macht es mich wieder nur wütend. Das kann einfach nicht sein!

Dabei hat sich inzwischen medizinisch schon längst eine andere Meinung durchgesetzt denn die American Psychological Association sagt hierzu folgende:

The idea that homosexuality is a mental disorder or that the emergence of same-sex attraction and orientation among some adolescents is in any way abnormal or mentally unhealthy has no support among any mainstream health and mental health professional organizations.

und weiter heißt es zu Therapiemöglichkeiten:

Because of the aggressive promotion of efforts to change sexual orientation through therapy, a number of medical, health, and mental health professional organizations have issued public statements about the dangers of this approach.

Nicht nur dass die Meinung dieser Organisation ziemlich menschenverachtend ist, nein die Therapie wird auch noch als Gefährlich eingestuft! Wenn man in so einem agressiven Umfeld aufwächst ist es nicht verwunderlich, dass viele Jugendliche Selbstmord begehen, weil sie auf keine Akzeptanz stoßen. Und das schlimme hierbei ist auch noch, dass es an Jugendliche gerichtet ist.

Man sollte doch meinen wir haben uns irgendwie weiterentwickelt und doch gibt es immernoch diese Erzkonservativen Vereinigungen die unter dem Deckmantel der Religion alles nicht ihren Normen entsprechende verurteilen und aufs schärfste angreifen.

Das Coming-Out ist für jeden schwer und nicht einfach zu bewältigen. Da brauchen wir nicht noch solche Meinungen und Tools. Generell haben wir noch lange nicht alle Rechte erworben, aber es ist ein Wandel zu erkennen und es tut sich was und längst sind wir nicht mehr irgendwelche Außenseiter. Da ist sowas wie diese App ein derber Rückschlag.

Auch die Einstellung von Apple hierzu ist fraglich, denn erst nach einer Online Petition mit über 150.000 Unterschriften,  wurde die App vom Store entfernt. Warum bedurfte es erst so vieler Stimmen? Alles irgendwie seltsam, denn eigentlich hat Apple strikte Auflagen.

Die offizielle Aussage von Apple hierzu:

Apple spokesman Tom Neumayr told FoxNews.com that the app had indeed been deemed offensive and removed. “We removed the Exodus International app from the App Store because it violates the developer guidelines by being offensive to large groups of people,” he said.

Auf jeden Fall sind mein Freund ich jetzt froh, dass diese App nicht mehr im Store erhältlich ist. Hoffentlich wird zukünftig nicht nochmal so etwas im Store erscheinen.

@iotc instagram

 

Knut ist tot! – Na und…

März 23, 2011 in Allgemeines

Knut

Knut 2008 - © Anil Paul

Knut ist tot. Das war die Nachricht des Tages! Und jetzt wird er auch noch als Legende bezeichnet! Irgendwie stimmt hier was gewaltig nicht. In was für einer verkehrten Welt leben wir hier eigentlich? Er war ein Eisbär der in Gefangenschaft gelebt hat und das für ganze vier Jahre. Gut das ist nicht lang, aber im Vergleich zu den vielen anderen Tieren die für uns leiden müssen ist das schon eine Ewigkeit. Schon das ganze Getue bei seiner Geburt ging mir dermaßen auf den Keks.

Nun ist er tot und alle pilgern sie wieder in den Zoo um ihre Trauer zu bekunden. Und was passiert dann zu hause? Was wird zumeist beim Abendessen da auf dem Teller serviert? Natürlich Fleisch! Und wo ist jetzt das Geschrei? Das tote Tier auf dem Teller hat mehr Qualen erlitten als Knut und trotzdem ist es für uns OK es zu verspeisen? Wenn man es genau nimmt sieht es ja nicht mehr nach einem Tier aus, also Adieu Gewissensbisse, warum sich noch Sorgen machen? Hier läuft gewaltig was schief!

Mich kotzt diese Heuchelei inzwischen dermaßen an, dass ich kein Verständnis mehr für dieses Knut-Getue habe!

Jeder sollte mal in sich gehen und ernsthaft darüber nachdenken, ob Tiere wirklich für unsere Zufriedenheit leiden müssen!